Das entwaffnete Land

Das entwaffnete Land
Der Dresdner Raub zeigt den deutschen Zustand

Dringender Appell an die zuständigen Stellen in Russland und anderswo: Bitte behaltet und sichert eure „Raubkunst“ aus dem Zweiten Weltkrieg. Jedenfalls so lange, bis in Deutschland wieder normale Verhältnisse herrschen. Denn was immer noch in eurem Besitz ist: Im Land der Grenzöffnerin und der „Hass“-Jäger ist nichts mehr sicher. Das haben die Dresdner Räuber eindrucksvoll bewiesen. Die bunte Republik hat sich in der Merkel-Ära nahezu vollständig entwaffnet. Nur seine politischen Entwaffnungsbetreiber werden noch einigermaßen erfolgversprechend geschützt.

Der Einbruch ins „Grüne Gewölbe“ könnte keinen größeren Symbolgehalt für den Zustand in Deutschland am Ende des Jahres 2019 haben – dieses Geschehen ist ein Menetekel. Denn das Kernland Europas ist nach außen wie auch nach innen weder verteidigungsfähig noch verteidigungsbereit. Das Erbe der Generationen, die nach der größten politisch verschuldeten Katastrophe in der nationalen Geschichte seit dem Dreißigjährigen Krieg aus einem Meer von Ruinen wieder blühende Landschaften und Städte geschaffen haben, wird in einer unseligen Mischung aus gesellschaftlicher Dekadenz, korrupter Parteienherrschaft und hypermoralischer Selbstverblendung ruiniert.

Es kann zwar noch wenige Jahre dauern, bis auch der allerletzte Schlafmichel schmerzvoll am eigenen Schicksal begreift, was hierzulande vor sich geht. Schließlich lässt es sich von der unter millionenfachen Verzicht und Opfern erarbeiteten Substanz noch einige Zeit auf trügerischem Konsumniveau und begleitet vom ohrenbetäubenden Lärm des bunten Lebens irgendwie existieren. Doch wer sich die Ohren zuhält, aber die Augen aufmacht für die Realitäten, der kann sich keinen Illusionen mehr hingeben. Es braucht gar keinen großen ökonomischen Crash mehr, um zu wissen: Der deutsche Weg führt abwärts!

Diese Feststellung ist kein Ergebnis von Pessimismus und Schlechtrednerei, sondern kann tausendfach in der Realität der Ereignisse und Fakten belegt werden. Trotzdem hat das bislang nicht zu massenhaften Protest- und Widerstandsbewegungen geführt. Die gibt es bislang nur im linksgrünen Lager, wenn es um „Klima“ und „Rechts“ geht. Doch diese Aktivitäten sind für den Machtkomplex unproblematisch, ja sogar willkommen. Denn im Hintergrund dieser linksgrünen Aufmärsche können die „Eliten“ trefflich Maßnahmen für die totalitäre „Demokratie“ vorantreiben.

Der aktuelle große Bauernprotest zeigt allerdings, dass es immer größere Bruchstellen gibt zwischen nicht vereinbaren Interessen: Es kann eben keine ökologisch verträgliche Landwirtschaft zu den bisherigen Verbraucherpreisen geben. Und wer konsequent Greta-Politik treiben will, kann eben keine Rücksicht auf Millionen Arbeitsplätze in der Industrie nehmen – mit allen Folgen nicht zuletzt für den Dienstleistungssektor, dem dann die Finanzierungsgrundlage wegbricht.

Es sind diese und viele andere kleinere oder größere Bruchstellen, die oppositionelle freiheitlich-patriotische Kräfte erkennen und nutzen müssen. Das kann niemals mehrheitlich oder gar ausschließlich parlamentarisch geschehen. Es besteht vielmehr längst die Gefahr, dass sich die Erwartungen und Hoffnungen zu sehr auf das Wirken der AfD richten. Aber auch die ist nur eine politische Partei, deren inneres Leben mit all seinen Positionskämpfen mindestens die Hälfte der Kraft ihrer Aktiven verbraucht, oft genug auch verschwendet. Ohne starke außerparlamentarische Protestbewegungen in vielerlei Gestalt wird Deutschlands Abwärtsweg nicht zu stoppen sein.

Wolfgang Hübner, https://www.facebook.com/wolfganghuebnerffm/posts/2660963187316258

Posted in Allgemein.